Hier finden Sie zahlreiche Informationen, die Ihnen helfen sollen, die von Ihrem Tierarzt ausgewählten Produkte besser zu verstehen, sowie Empfehlungen, wie Sie zum allgemeinen Wohlbefinden Ihres Pferdes beitragen können.

 

Benutzen Sie das Glossar, um das im Veterinärbereich verwendete Vokabular genau zu verstehen

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Bisher wurden drei wesentliche Ursachen und Risikofaktoren für das Auftreten von Magengeschwüren klar identifiziert:
- Ernährung: wenn sie zu oft geändert wird oder zu fraktioniert, konzentriert oder ohne Ballaststoffe ist
- Training: bei intensiver Arbeit
- Störungen der Umgebung: Beengtheit in der Box, Transporte, Ankunft an einem unbekannten Ort usw.
Weitere „ulzerogene“ Faktoren sind Muskel-Skelett-Schmerzen, eine Vollnarkose oder Behandlung mit bestimmten Antiphlogistika.
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die für die Entwicklung von Magengeschwüren beim Pferd nachgewiesen wurden oder vermutet werden:

 

 

Bekannt, erwiesen Vermutet

 

  • Training und intensive oder wiederholte Anstrengungen sowie Aktivitäten mit hoher Geschwindigkeit
  • Transporte, vor allem wenn sie lang sind 
  • Absetzen oder Trennung
  • Reine Boxenhaltung
  • Ernährungsmanagement
  • Vollnarkose

 

  • Art der Futterration (besonders Rationen mit hohem Anteil an leichtverdaulichen Kohlenhydraten)
  • Schmerzen
  • Interkurrente Erkrankungen
  • Trächtigkeit
  • Gewisse medikamentöse Behandlungen
  • Gewisse Infektionskrankheiten
  • Erblich bedingte Faktoren
  • Bakterielle Infektionen der Magenschleimhaut

 

 

 

Bei zahlreichen Tierarten wird die Freisetzung von Magensekreten durch die Nahrungsaufnahme und die Ausdehnung des Magens stimuliert. Das Pferd sezerniert permanent Salzsäure in den Magen, so dass der pH lokal sehr niedrig ist.

 

 

                      

In natürlicher Umgebung verbringt das Pferd 16 bis 18 Stunden mit Grasen und produziert beim Kauen einen bicarbonatreichen Speichel. Dadurch kann diese Magensäure neutralisiert (gepuffert) werden. Normalerweise besteht ein Gleichgewicht zwischen den aggressiven Faktoren (Säure, Pepsin und anderen Enzymen) und den Faktoren, die die Magenschleimhaut schützen (Bicarbonate, Schleim, Nahrung), sodass ein stabiler pH und intakte Schleimhäute gewährleistet sind. Magengeschwüre sind das Ergebnis eines Ungleichgewichts zwischen den Faktoren, die die Schleimhaut angreifen, und denen, die sie schützen.

 

 

Magengeschwüre können unterschiedliche Folgen haben, die in einigen Fällen dramatisch sein können. So kann es zum Auftreten von Koliken, Anämien infolge von Blutungen, Bauchfellentzündungen (Peritonitis) oder gar Perforationen kommen.

 

 

 

 

 

Die Symptome von Magengeschwüren sind sehr unterschiedlich und nicht immer sehr spezifisch.

 


Beim ausgewachsenen Pferd

Beim Fohlen

 

  • Geringere Wasseraufnahme 
  • Wechselhafter Appetit oder Anorexie   
  • Koliken während oder kurz nach der Futteraufnahme 
  • Durchfall oder weicher Kot 
  • Zähneknirschen -    Gähnen 
  • Kraftlosigkeit 
  • Aggressivität oder Angst in der Box  
  • Geringe Bewegungsbelastbarkeit  
  • Nachlassende Kondition oder schwache Leistungen 
  • Arbeitsverweigerung   
  • Schlechter Gesundheitszustand, fleckiges Fell  
  • Gewichtsabnahme oder keine Gewichtszunahme

 

 

  • Verlängerung der im Liegen verbrachten Zeit, 
  • Zähneknirschen (Bruxismus), 
  • Vermehrter Speichelfluss (Ptyalismus) 
  • Depression  
  • Koliken, intermittierend und postprandial (nach der Mahlzeit) 
  •  Durchfall 
  •  Erbrechen von Milch 
  •  Schlechter allgemeiner Gesundheitszustand

 

Tabelle 1: Symptome des Magengeschwürs beim erwachsenen Pferd und beim Fohlen

 

 

 

O Nur mit Hilfe einer Magenspiegelung (Gastroskopie) kann das Vorliegen von Magengeschwüren eindeutig bestätigt und der genaue Grad, das Ausmaß und die Lokalisierung der Läsionen bestimmt werden. All diese Faktoren haben einen Einfluss auf die Prognose und die Behandlungsdauer. Diese Untersuchung wird beim stehenden, ruhig gestellten Pferd durchgeführt, das zuvor mindestens 12 Stunden lang kein Futter aufgenommen hat.

 

Ein Gastroskop (flexibles, drei Meter langes Endoskop) wird durch die Nüster und die Speiseröhre bis zum Magen vorgeschoben. Der ganze Magen wird untersucht, und die Läsionen werden identifiziert, lokalisiert, vermessen und eingestuft (Grad 0 - 4). Manchmal werden sie gefilmt und aufgezeichnet, damit ihre Entwicklung bei künftigen Kontrolluntersuchungen verfolgt werden kann. Um die Läsionen zu beobachten und die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen, werden ab 15/30 Tagen Kontrollgastrokopien durchgeführt.

 

Wenn der Verdacht auf Magengeschwüre besteht, kann der Tierarzt auch ohne Gastroskopie ein geeignetes Medikament verschreiben, indem er sich auf die klinische Untersuchung (Vorhandensein von Symptomen wie Zähneknirschen) und die bekannten Risikofaktoren (Transport, Stress, Training) stützt.

Nach drei oder vier Behandlungstagen kann er dann basierend auf der klinischen Wirksamkeit der Behandlung eine therapeutische Diagnose stellen.

 

 

Es kann interessant sein, eine Blutprobe zu entnehmen, um ein Blutbild (Hämotologie und Biochemie) anzufertigen und eine enzymatische Bestimmung (Pepsinogen, Gastrin, Amylase, Lipase usw.) durchzuführen, aber diese Ergebnisse ermöglichen keine gesicherte Diagnose von Magengeschwüren. 

 

 

                

Schließlich können anhand des Sucrosetests auf nicht invasive Weise Magengeschwüre beim Pferd erkannt werden: Die Untersuchung der Permeabilität für Sucrose ist ein guter Indikator für das Vorliegen von Magengeschwüren bei Pferden: Wenn kein Magengeschwür vorliegt, wird die Saccharose nicht von der Magenschleimhaut aufgenommen. Aber diese Tests sind nicht spezifisch und in der Praxis nicht so leicht durchzuführen wie eine Gastroskopie, die sich bei den Tierärzten inzwischen gut etabliert hat.

 

 

 

 

Ziel jeder Behandlung von Magengeschwüren beim Pferd ist es, die Schmerzen zu lindern, die klinischen Zeichen zu verbessern, Komplikationen vorzubeugen und Rückfälle zu verhindern und gleichzeitig das Gleichgewicht der Magenflora aufrechtzuerhalten.
Heute gibt es zwei wichtige Behandlungsprinzipien:
  • Wirkstoffe, die wie Magenpflaster wirken
  • Wirkstoffe, die den Säuregehalt des Magens regulieren

 

Ihr Tierarzt kann auch Futterzusätze empfehlen. 
Die Laboratoires AUDEVARD haben EKYGARD als spezifische Futterergänzung zur Unterstützung der Magenschleimhaut entwickelt. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt.
 

 

Die Wahl der Fütterungsstrategie ist entscheidend für die Vorbeugung von Magengeschwüren beim Pferd. Es werden Rationen mit vielen Ballaststoffen (Heu nach Belieben, freier Zugang zur Weide), eine fraktionierte Fütterung und ein reduzierter Anteil an fermentierbaren Zuckern (wenig Konzentrat oder Körner) empfohlen.

 

Die Zugabe von Luzerneheu oder Öl mit einem hohen Fettsäureanteil scheint die ulzerogene Wirkung ebenfalls erfolgreich zu begrenzen.

 

Um die verschiedenen Stressarten zu kontrollieren, wird an den guten Menschenverstand appelliert: bei Transporten Ruhezeiten einplanen, für eine korrekte, permanente Wasserversorgung sorgen, für Pferde in der Box regelmäßige Ausgänge in den Paddock  einplanen usw.


 

 

Praktische Empfehlungen zur Vorbeugung:

 

  • Stress reduzieren:
  • Bei jeder Veränderung der Lebensbedingungen (Umgebung, Arbeit, Futterration) Futterergänzungen zum Schutz der Magenschleimhaut geben
  • Mahlzeiten maximal fraktionieren (viermal pro Tag)
  • Heu nach Belieben geben
  • Zugang zum Paddock oder (noch besser) zur Weide schaffen
  • Pferd regelmäßig entwurmen (je nach Ergebnissen der Koproskopie) und besonders im Herbst gegen Gasterophilus behandeln.

 

 

 


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Magengeschwüre sind Läsionen der Magenschleimhaut und werden durch einen verlängerten Kontakt mit Salzsäure verursacht.

Diese Krankheit betrifft alle Arten von Pferden.

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